Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Beitragsseiten

Quellen

Die bekannteste schriftliche Quelle über die Existenz der Palais Esebeck, Salabert und Creuzer findet sich in den Lebenserinnerungen von Johann Christian von Mannlich: „Abbé von Salabert hatte vom Herzog ein altes Haus in der Nähe der Stadt Homburg mit Stallungen, einem Garten und etwa zwanzig Morgen Wiesen zum Geschenk erhalten… Er ließ sein altes Haus wieder herstellen und ein Hauptgebäude anfügen, mit großen und schönen Gemächern zum Empfange und zur Bewirtung des Hofes… Frau von Esebeck und Creuzer bauten gleichfalls und schufen um die Wette schöne Gärten, wenn auch mit anderen Mitteln. Hatte ich mit großen Kosten Schieferplatten, Bauholz und Bretter auf den Karlsberg hinaufgeschafft, so ließ während der Nacht der mit dem Bau beauftragte Werkmeister Schaefer wieder wegbringen, was er für die Bauten der Frau von Esebeck und Creuzers brauchte; der letztere hieß dann als Finanzminister die Rechnungen gut, und alles war in Ordnung“. Die Literatur schweigt sich weitgehend über das Palais Esebeck aus. Lohmeier und Weber erwähnen allenfalls die Existenz, gehen aber nicht auf die Baugeschichte und die Gebäude ein. Die ersten Veröffentlichungen über die Esebeck’schen Anlagen in Homburg stammen vom Autor der vorliegenden Arbeit. Die hierfür benutzten Primärquellen dieser Aufsätze finden sich in den Archiven von München (HStA), Speyer (LA), Freiburg (Privatarchiv der Freiherren Gayling von Altheim) und Braunschweig (Privatarchiv der Freiherren von Esebeck). Diese Primärquellen ermöglichen die Strukturierung eines hervorragenden Bildes über die Anlagen. Sie zeigen aber auch auf, dass der bekannte „Plan perspectif der Stadt Homburg“ aus dem Jahre 1785 lediglich einen Idealplan darstellt, der mit der realen Ausführung nicht ganz übereinstimmt. Dies zeigt sich so auch bei der Homburger Gärtnerei, die auf jenem Plan einen reichen Ziergarten enthielt, der allerdings in dieser Art wohl nicht exisiterte, wie auf dem Plan von 1805 erkenntlich ist.

Additional information