Pläne

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Entwurf  zur  Gestaltung  der  Carlsberger  Gärten  hinter  dem  herzoglichen Schloss, vermutlich von Johann Georg Bernhard Petri, um 1788.


Das Konvolut beinhaltet einen Plan, der unter der Nummer 25 bezeichnet wird als: „Anlage mit Gartenbeeten und Gewächshäusern“. Dieser recht harmlose Titel verbirgt eine wahre Sensation: es handelt sich nämlich dabei um den wohl einzig bekannten authentischen Gartenplan des Carlsbergs schlechthin. Der Planausschnitt umfasst den Bereich herzogliches Schloss, Gärtnereien, Marstall und Remise, und erstreckt sich dann überwiegend in das östliche Waldareal, von dem bislang außer wenigen Funden und Plandeutungen aufgrund des Parzellierungsplanes von 1797/98 sehr wenig bekannt ist21.

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Der Carlsberger Mühlenweiher

 

Bislang völlig unbekannt ist eine Gartenszenerie vom östlichen Rand der Carlsberger Anlagen. Bereits in der „Carte über den ….. Louisenhof“ von 1768 ist der Weiher verzeichnet, der im Zusammenhang mit der damaligen „Krum-Mühle“ zu sehen ist. Der im Plan befindlichen Bezeichnung „Weyer Damm“ ist zu folgern, dass es sich um einen aufgestauten Weiher handelte, dessen Wasser die Räder einer Wassermühle antrieb. Weiher und Gebäude existieren heute nicht mehr, die Fläche ist aber vollständig und unbebaut erhalten.

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Carte über den Bey Homburg gelegenen so genanten Louisenhof Kopiert am 28. April 1768 durch Geometer Steinmez

 

Bislang bekannt war lediglich ein Lageplan des Louisenhofes aus dem Jahre 176410, der allerdings nur Teile des Gesamtareals darstellte. Umso interessanter ist daher der hier vorliegende Lageplan von 1768 (dem Todesjahr des damaligen Besitzers Carl Freiherr von Closen). Dieser Lageplan über die Besitzungen des Barons von Closen geht weit über den Plan von 1764 hinaus und präsentiert sämtliche Ländereien der Anlage, die nach 1777 vollständig in die Gartenplanungen des nunmehrigen „Carlsbergs“ aufgegangen sind. So erstreckte sich der (herrschaftliche) Buchenwald bis hinunter ins Lambsbachtal, in dem sich ein großflächiger Weiher, der „Krume Weyher“ nebst der „Krummühl“ befand.

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St. Baerenfaenger, Flurplan bei Heydengebrüch

 

Vielleicht weniger spektakulär, als vielmehr ein kleines Mosaikstein im Gesamtbild der Carlsbergzeit, also der Ära von Herzog Carl II. August von Pfalz-Zweibrücken in der Zeit von 1776 bis 1793, bildet dieser „Plan über den an dem Heydengebrüch liegenden 12 ½ Morgen 7 Ruthen Trieschland so zu einem Exercier Platz angelegt werden soll“. Das Gelände, das vom Heidenbruch umgeben war, gehörte wohl ebenfalls zu den Ländereien des Barons von Closen und gelangte 1777 in Besitz von Herzog Carl II. August von Pfalz-Zweibrücken. Folglich stammt der vorliegende Plan frühestens aus dem Jahre 1778.

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 Lageplan des Carlsberges mit Gebäuden des Schlosses und der Parkanlage.

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