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Geschichtlicher Hintergrund5

 

Ein weiteres Jagdrevier der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken befand sich im großen Umland von Jägersburg, heute Stadtteil von Homburg. Die alte Gustavsburg, die im Kern noch stauferzeitliche Bestände aufweist, wurde stets modernisiert und erhielt durch Herzog Gustav Samuel Leopold nicht nur ihr barockes Bild, sondern auch den noch heute gültigen Namen. 1749 wurde aus dem Dorf „Gustavsburg“ schließlich „Jägersburg“ und Herzog Christian IV. ließ nach Entwürfen seiner Pariser Architekten Mansart de Sagonne und Patte ab 1752 ein neues Schloss errichten, das als Schlüsselbau des französischen Frühklassizismus gelten darf. Den inneren Park, der strenge barocke Elemente (großer Kanal, großes Bassin, Rasenparterres etc.) mit ersten englisch anmutenden Elementen verband, entwarf Johann Ludwig Petri.

Eingebettet war die Anlage in einen weitläufigen Parforcejagdwald, der quasi die gesamte Gemarkung Jägersburg mit all ihren Höfen und Dörfern umfasste. Eine Vielzahl von jagdtypischen Bauten und Anlagen verteilte sich im gesamten Wald, wobei viele Details noch nicht eindeutig geklärt werden konnten.
Herzog Carl II. August verlegte 1776 seine Residenz von Zweibrücken nach Jägersburg und erwarb von dort den Louisenhof, der später als Schloss Carlsberg in die Geschichte einging. Jägersburg verlor zunehmend seinen Status als bevorzugtes Domizil und verfiel immer mehr. Weite Teile der Gebäude wurden abgerissen, um Baumaterial für den Carlsberg zu gewinnen und der Park veränderte sein Gesicht.

Nach den Zerstörungen 1793 wurde die Schlossruine im 19. Jahrhundert abgetragen.

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