Geschichte

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Wolfgang selbst schuf in Neuburg nichts Neues, sondern vollendete, was unter Pfalzgraf Ottheinrich begonnen wurde. Wesentliches Neuerungen der Zeit Ottheinrichs waren der 1534-38 erbaute viergeschossige Nordflügel, der ursprünglich von einem als Dachgarten ausgezierten Flachdach abgeschlossen wurde, sowie der 1537 begonnene Westflügel (so genannter Ottheinrichsbau) mit der großen, prachtvollen Schlosskapelle und dem ehemaligen, gewaltigen Fest- und Ahnensaal, der zweites Ober- und Dachgeschoss des Traktes einnahm.

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Das Herzogtum Pfalz-Neuburg entstand knapp hundert Jahre nach dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Die Gründung fällt ins Jahr 1505. Die Ursache dieser Staatenneugründung war eine Folge des Landshuter Erbfolgekrieges. Der aus dem Hause Wittelsbach stammende Herzog Georg von Bayern-Landshut legte in seinem 1496 verfassten Testament fest, dass seine Tochter Elisabeth und ihr künftiger Gemahl (einer der Söhne seiner Schwester Margarete und des Pfalzgrafen Philipp) die Nachfolge im Herzogtum antreten sollen. Da das Reichsrecht jener Zeit keine weibliche Erbfolge kannte, entwickelte sich hieraus eine problematische Situation. Verschärft wurde diese durch den Umstand, dass Herzog Albrecht IV. von Bayern seine Politik darauf ausgerichtet hatte, das Herzogtum Bayern in den Grenzen vor der Landesteilung des Jahres 1392 wieder zu vereinigen. Herzog Georg hätte mit seiner testamentarischen Regelung einen Gegenpol zum Herzogtum Bayern geschaffen, der zudem mit der Oberpfalz unter kurpfälzischem Einfluss gestanden hätte. Die Kurpfalz wäre somit zu einem der großen Machtfaktoren in Süddeutschland geworden und hätte sich zur Gegenspielerin der Habsburger entwickelt.

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Der Tod von Herzog Wolfgang 1569 bedeutete ein vorläufiges Ende im direkten Kontakt Neuburgs mit Zweibrücken, da beide Herzogtümer an verschiedene Söhne Wolfgangs vererbt wurden. Die einzelnen Herrschaftsgebiete gingen fortan getrennte Wege.

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